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Nordrhein-Westfalen eröffnet Auslandsniederlassung in chinesischer Provinz Sichuan

Nordrhein-Westfalen eröffnet Auslandsniederlassung in chinesischer Provinz Sichuan

Ende April reisten NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin in Begleitung einer 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation in die Volksrepublik China. Dort eröffneten beide unter anderem die neue NRW.INVEST-Auslandsniederlassung in Chengdu.

Ein Schwerpunkt der Reise war die engere wirtschaftliche Kooperation mit der im Westen gelegenen Partnerprovinz Sichuan, die durch eine Zuglinie, der so genannten „Neuen Seidenstraße“, direkt mit Nordrhein-Westfalen verbunden ist. Für chinesische Unternehmen ist NRW mittlerweile der begehrteste Standort in Deutschland und eine Brücke nach Europa. Das Land gilt in China als idealer Partner für die Innovations- und Modernisierungskooperation, die Staatspräsident Xi Jinping bei seinem Besuch 2014 in Düsseldorf angeboten hatte.

Nordrhein-Westfalen unterhält bereits Auslandsniederlassungen in Beijing, Nanjing und Shanghai sowie in Guangzhou. Mit der neuen Niederlassung in Sichuans Hauptstadt Chengdu intensiviert NRW.INVEST den direkten Kontakt zu Verbänden, Institutionen, Kammern und zur Politik, um sie über die Stärken des Wirtschaftsstandortes zu informieren. „Unsere Partnerprovinz Sichuan hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem der wichtigsten Standorte für High Tech, Chemie und Logistik in China entwickelt. Ich freue mich sehr, dass Nordrhein-Westfalen nun auch hier mit einem Büro vertreten ist“, sagte Wirtschaftsminister Garrelt Duin in Anwesenheit des Vizepräsidenten des chinesischen Volkskongresses Peng Yu. In Sichuan nahm er gemeinsam mit Ministerpräsidentin Kraft an einer Investorenkonferenz u.a. mit Vertretern der Pangang Group, Xinzhu Corporation und des Amtes für Investitionsförderung der Provinz Sichuan teil.

Darüber hinaus besiegelten Kraft und Duin mit der Provinzregierung Sichuan den Bau eines NRW-Centers. Das mit mehr als 200.000 Quadratmetern geplante Zentrum entsteht innerhalb einer neuen Zone nahe Chengdu. Die „Tianfu New Area“ („Himmlische Heimat“) wird bis 2030 Heimat für rund sechs Millionen Menschen. Bereits an der Errichtung des Komplexes sind Architekten und Bauzulieferer aus Nordrhein-Westfalen beteiligt. Nach seiner Fertigstellung soll das NRW-Center Standort für Unternehmen insbesondere aus NRW werden.

Eine weitere Reisestation führte die Ministerpräsidentin in die Hauptstadt Beijing, wo sie unter anderem politische Gespräche mit Vize-Ministerpräsident Wang Yang führte. Dort traf sie auch im Rahmen eines Investoren-Roundtables mit Vorständen renommierter chinesischer Unternehmen zusammen, die sich bereits in NRW angesiedelt haben. In Nanjing und Kunshan, NRW-Partnerprovinz Jiangsu, eröffnete Ministerpräsidentin Kraft eine Konferenz zum Thema Industrie 4.0 sowie die Standorte mehrerer mittelständischer Automobilzulieferer in einem Start-Up-Center. Den Abschluss der Reise bildeten Gespräche mit dem Telekommunikationskonzern Huawei sowie die Besichtigung der Unternehmenszentrale in Shenzhen. 

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