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AkzoNobel und Evonik gründen Produktions-Joint Venture für Chlor und Kalilauge

AkzoNobel und Evonik gründen Produktions-Joint Venture für Chlor und Kalilauge

Ziel der deutsch-niederländischen Unternehmenskooperation ist der Neubau und gemeinsame Betrieb einer Membranelektrolyse für Kalilauge und Chlor am AkzoNobel-Standort Ibbenbüren im Kreis Steinfurt.

Die Membranelektrolyse der beiden Spezialchemiekonzerne in Ibbenbüren soll eine jährliche Nennkapazität von rund 130.000 Tonnen für Kalilauge sowie circa 82.000 Tonnen für Chlor erreichen. Die Produktion startet voraussichtlich im vierten Quartal 2017. Das niederländische Unternehmen AkzoNobel übernimmt dann die Vermarktung von Chlor und des bei der Elektrolyse anfallenden Wasserstoffs oder verarbeitet diese Produkte direkt am Standort Ibbenbüren weiter. Der Essener Konzern Evonik erhält die Kalilauge zur Vermarktung und Weiterverarbeitung am Evonik-Standort Lülsdorf in Niederkassel. Mit dem Joint Venture planen beide Konzerne, ihre führenden Marktpositionen weiter zu festigen.

„Diese Investition in unsere Chlor-Alkali-Aktivitäten macht unser Geschäft noch nachhaltiger: Wir stellen damit die langfristige Belieferung unserer Standortkunden mit Chlor und Wasserstoff sicher. Darüber hinaus werden sich unser Umweltprofil und unsere Betriebseffizienz weiter verbessern“, so Werner Fuhrmann, Mitglied des AkzoNobel Executive Committees und verantwortlich für Specialty Chemicals. „Mit dem neuen Joint Venture können wir unsere Kunden langfristig und zuverlässig mit unseren Kalium-Derivaten beliefern“, ergänzt Patrik Wohlhauser, Vorstandmitglied bei Evonik Industries. „Gleichzeitig leisten wir damit einen wichtigen Beitrag für eine umweltschonende und nachhaltige Produktion von Kalium-Derivaten.“

Der Evonik-Standort Lülsdorf steht auch im Fokus einer weiteren Kooperation des Essener Unternehmens: So bereitet Evonik Industries gemeinsam mit dem Duisburger Hafen duisport die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur zukünftigen Entwicklung des Standortes vor. Das neue Joint Venture soll die verfügbaren Freiflächen weiterentwickeln und die vorhandene On-Site Logistik optimieren. So möchten die beiden Unternehmen Anreize zur Neuansiedlung weiterer Firmen am Standort schaffen, neue Arbeitsplätze generieren und einen Beitrag zur Entwicklung der Wachstumsregion NRW leisten.

Rund 50 Hektar der am Standort Lülsdorf verfügbaren Freiflächen sollen für die Ansiedlung von Produktions- und Logistikunternehmen vermarktet werden. Der Standort bietet durch seine rechtsrheinische Lage zwischen Köln und Bonn optimale Voraussetzungen für die chemiespezifische als auch die allgemeine Logistik und verfügt über wichtige Infrastruktureinrichtungen wie eine Schiffsanlegestelle, Pipelines und einen Anschluss an das Schienennetz.

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