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Neues Forschungszentrum für 3D-Metalldruck

Neues Forschungszentrum für 3D-Metalldruck

Innovative Metallverarbeitung in Düsseldorf: Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine eröffnet ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Druck von dreidimensionalen Teilen aus Metall.

Während in der Kunststoffindustrie der 3D-Druck bereits bis zur Serienreife gelangt ist, steht die wesentlich komplexere Fertigung metallischer Produkte im 3D-Verfahren noch ganz am Anfang. „Wir werden nun alle Kompetenzen unseres Konzerns auf diesem Gebiet in Düsseldorf bündeln“, betont  Wolfgang Eder, Vorstandvorsitzender von Voestalpine. Als Standort der neuen konzerneigenen Forschungsstelle hat Voestalpine die Düsseldorfer Böhlerwerke ausgewählt. Die Firma Böhler-Uddeholm, Namensgeber und Eigentümer der Böhlerwerke, ist eine hundertprozentige Tochter von Voestalpine. „Für den Standort Düsseldorf haben wir uns unter anderem wegen des guten Forschungsumfelds entschieden“, so Eder. Die Eröffnung des neuen F&E-Zentrums ist für das kommende Jahr mit zunächst acht bis zehn Arbeitsplätzen geplant.
Beim so genannten „Metal Additive Manufacturing“ werden Metallbauteile auf der Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten durch das Ablagern von Material schichtweise aufgebaut. Dieser Prozess ermöglicht komplexe Formen und produziert diese ohne Materialverlust. Als Ausgangsmaterialien eignen sich Metallpulver in entsprechender Legierung, zum Beispiel Werkzeugstahl oder Titan. Nach Einschätzungen von Voestalpine birgt dieses Verfahren erhebliches Potenzial für die Industrie in den kommenden Jahren. Zu den größten Abnehmern von derart gefertigten 3D-Metallprodukten zählt das Unternehmen die Automobil- und Automobilzulieferindustrie sowie die Luftfahrtbranche. 

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