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Innovationstreiber im Bereich der Elektromobilität

Innovationstreiber im Bereich der Elektromobilität

Deutsche Post DHL weitet sein Klimaschutzprogramm aus und stellt Pakete in der Ruhr-Metropole Bochum zukünftig CO2-frei mit dem Elektrofahrzeug StreetScooter zu.

Damit ist Bochum die erste Großstadt, in der DHL die schadstofffreie Paketlieferung realisiert. Zunächst startet der Logistikkonzern mit 24 neuen StreetScootern. Die Elektrofahrzeuge werden mittlerweile von einer DHL-Tochter in Aachen produziert. Ursprünglich entwickelte das Start-Up-Unternehmen StreetScooter aus dem Umfeld der RWTH Aachen das E-Auto. Ende 2014 übernahm DHL die Firma, um mit dem gemeinsamen Know-how einen auf die Ansprüche der Paketzusteller zugeschnittenen Transporter zu bauen.

In Bochum plant DHL, seine Elektroflotte bis Ende des Jahres auf 65 Fahrzeuge auszudehnen, mit denen pro Jahr rund 195 Tonnen CO2 eingespart werden. Dabei sorgt das Unternehmen auch für die Lade-Infrastruktur: In der ersten Phase installiert der Konzern 37 Ladepunkte auf dem Bochumer DHL-Betriebsgelände. „Mit unseren StreetScootern gestalten wir die Paketzustellung im Interesse unserer Kunden und der Einwohner klimafreundlicher und leiser – zunächst in Bochum, bald auch in weiteren Städten. Zum Ende des Jahres werden wir mit dem Einsatz von über 2.000 StreetScootern das bislang größte E-Mobilitätsprojekt deutschlandweit realisiert haben", erklärt DHL-Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes. Mittelfristig wolle das Unternehmen seine gesamte Flotte auf E-Mobilität umstellen.

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch begrüßt die Initiative von DHL, die Stadt klimafreundlicher zu machen. „Bald verfügt Bochum über eine der größten Streetscooter-Flotten Deutschlands. Bochum ist die Stadt, in der innovative Ideen umgesetzt werden können“, so Eiskirch.

Die Aachener Erfolgsgeschichte rund um den StreetScooter verspricht indes eine Fortsetzung. Ein Team am Lehrstuhl für Produktionssystematik an der RWTH Aachen, welches auch den StreetScooter entworfen hat, bringt ein weiteres Elektrofahrzeug auf die Straße: den „e.GO Life“, ein reines Stadt- und Kurzstreckenauto. Derzeit werden auf dem Campus-Gelände der RWTH die ersten Prototypen als Zwei- und Viersitzer und später auch Kleinserien montiert. Die Serienproduktion plant die eigens gegründete e.GO Mobile AG für spätestens 2018. Die Preise stehen schon fest: zwischen 12.500 und 13.900 Euro. Der „e.GO Life“ entstand in einem Drittel der üblichen Entwicklungszeit für Neufahrzeuge, die Kosten lagen mit weniger als 30 Millionen Euro sogar nur bei einem Zehntel, so das Unternehmen.

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